Fridays for Future in Langenfeld

Fridays for Future

Mit Sprüchen wie ,,Ihr habt verschlafen! Wir sind der Wecker!“, ,,Es gibt keinen Planet B!“ oder ,,Das Klima ist aussichtsloser als mein Mathe-Abi“ auf selbstgebastelten Plakaten demonstrierten Jugendliche und junge Erwachsene während der Schulzeit am Freitag den 5.4.2019 in Langenfeld vor dem Rathaus gegen den Klimawandel. Alles eingeleitet wurde von dem 15-Jährigen Mädchen Greta Thunberg aus Schweden. Sie demonstrierte ganze drei Wochen lang jeden Tag vor dem Parlamentsgebäude in der Hoffnung, die Politiker aufmerksam zu machen, dass der Klimawandel endlich ernst genommen werden muss. Viele Kinder in ihrem Alter unterstützten ihre Aktion und verfolgten ihren Plan ebenfalls, woraus auf der ganzen Welt Demonstrationen entstanden. Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene haben in allen möglichen Städten freitags die Schule geschwänzt und sich stundenlang mit anderen zusammengetan, um an den Demonstrationen teilzunehmen.

Mehr Menschen als überhaupt gedacht versammelten sich am Freitag vor dem Rathaus. Schüler waren als Kurse und Klassen im Beisein ihrer Lehrer vor Ort. Auf dem Platz vor dem Rathaus war eine große Bühne aufgebaut, die ein striktes Bühnenprogramm verfolgte. Verschiedene Leute hielten Reden zum Thema Klimawandel, Umweltschutz und generell dem Projekt Fridays for Future. Sie ernteten reichlich Applaus und erklärten daraufhin die Vorgehensweise des Demonstrationsmarsches. Es wurden Demonstrationssprüche geübt, die durchgehend während des Weges gerufen wurden. Die Stimmung wurde immer besser. Die Leute wurden aufmerksamer, hielten die ganze Zeit ihre Schilder in die Höhe und waren offen für Interviews und Stellungnahmen zum Thema Klimawandel und Demonstrationen.

Durch diese Interviews konnte man schnell feststellen, welche Personen sich wirklich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben und sich dafür interessieren und welche ohne wirklichen Grund bei der Demonstration teilgenommen haben. Für vereinzelte Jugendliche war dies bereits die zweite oder dritte Demonstration, also der zweite oder dritte Freitag, an dem sie auf die Straßen gingen, anstatt in der Schule zu sitzen und zu lernen. Ihre Meinung dazu haben sie ganz offen und ehrlich mitgeteilt und sich nicht dafür geschämt, vor Lehrern oder anderen Erwachsenen zu äußern, dass ihnen der Unterricht nicht ansatzweise so wichtig sei wie die Demonstration.

Selbstbewusst marschierten alle dann durch die Straßen und beendeten alles noch mit einem Bühnenprogramm, in das Rapper und Jugendliche, die eine Rede hielten, mit eingebunden wurden.

Ob die Demonstration etwas bewirkt hat, kann man nicht genau sagen. Aber die Begeisterung, das Durchhaltevermögen und das Interesse der Jugendlichen wirkt sehr vielversprechend.