Fridays for Future

Am Freitag, den 5.4. war es in Langenfeld so weit: An diesem Tag fand auch in unserer kleinen Stadt eine Fridays for Future Demonstration statt. Treffpunkt war der Konrad–Adenauer–Platz am Rathaus. Bis 11 Uhr sollten sich dort alle Demonstranten aus den Langenfelder Schulen einfinden. Die Veranstaltung wurde mit einigen Vorträgen der Organisatoren und Initiatoren eröffnet, die über die Herkunft und den Sinn und Zweck der Demonstration informierten. Dazu war eine Bühne aufgebaut worden, von der aus die Mitglieder der Fridays for Future Bewegung dann ihr Publikum überblicken konnten.

Eingeleitet wurden die Demonstrationen von einer schwedischen Schülerin namens Greta Thunberg. Sie ist der Meinung, dass es sich nicht lohnt, zu lernen und Zeit und Aufwand in die eigene Bildung zu investieren, wenn sich niemand darum kümmert, dass die Zukunft unseres Planeten gesichert wird:

 

Why should I be studying for a future that soon may be no more, when no one is doing anything to save that future?”

Greta Thunberg, 16-jährige Klima-Aktivistin im Streik

Aufgrund der versagenden Klimapolitik entschloss sie sich dazu, diese Demonstrationsbewegung zu gründen und von ihrem Streikrecht Gebrauch zu machen, um auf den Ernst der Lage aufmerksam zu machen. Die Demonstrationen richten sich gegen die Klimapolitik, die nicht den Anschein erweckt, als würde sie ernsthafte Verbesserungen erwirken oder erwirken wollen. Nach Monaten der Demonstrationen haben sich die Mitglieder der Bewegung mittlerweile darum bemüht, konkrete Forderungen an die Politik zu stellen und sind zu folgenden Ergebnissen gekommen:

Fridays For Future fordert die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels. Explizit fordern wir für Deutschland:

  • Nettonull 2035 erreichen
  • Kohleausstieg bis 2030
  • 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035

In Langenfeld beteiligten sich ungefähr 1200 Schüler und Schülerinnen der weiterführenden Schulen an der Demonstration. Der Weg der Demonstration verlief einmal durch die gesamte Langenfelder Innenstadt und folgte dabei zumeist der Hauptstraße. Die Demonstration wurde von ungefähr 80 Ordnern gesichert, die darauf achteten, dass keine Unfälle passierten. Die meisten der Zuschauer wirkten etwas verwundert und ignorierten die Demonstration so weit es ihnen möglich war. Vereinzelt gab es zustimmendes Kopfnicken und sehr selten schlossen sich Passanten dem Demonstrationsmarsch an. Zu Beginn war die Motivation der Demonstranten noch sehr hoch und die Forderungen und Rufe wurden sehr oft und lautstark gerufen doch nach einer Stunde verklungen sie zunehmend. Die Begeisterung nahm ab und viele der Schüler und Schülerinnen verließen die Demonstration, sodass bei der abschließenden Bühnenshow nur noch ungefähr 400 Teilnehmer zugegen waren.